Samstag, 31. Dezember 2016

Flocken im Winter (-Diesel)


-12°C, der Boden gefroren. Das beste Wetter um im Wald zu arbeiten. Jedoch, wenige hundert Meter hinter der Garage steht mal wieder der Traktor. Diesel ausgeflockt, versulzt. Nichts geht mehr. Trotz Winterdiesel der angeblich bis -20°C (oder darüber hinaus) funktionieren soll. So erging es vielen z.B. im Winter 2011/2012, auch vielen Autofahrern.


Wie kann das sein?


Die möglichen Verdächtigen:

- Natürlich der getankte Diesel
- Der Biodieselanteil von 7% (je nach Sorte),
- Die Tankstelle
- Der Hersteller des Fahrzeugs der konstruktiv irgendwo Murks gebaut haben könnte
- Der Dieselfilterhersteller
- Der Gesetzgeber der die Anforderungen an den Diesel festlegt und zu niedrige Anforderungen gemacht haben könnte zu Lasten des Diesel tankenden Kunden.
- Der Fahrer hat etwas falsch gemacht.

Ein Anlass sich mal mit dem Thema zu beschäftigen, nicht zuletzt deswegen weil ich das Problem schließlich seinerzeit loswerden wollte.

Zunächst mal das Offensichtliche: Die gut geladene Batterie hat dank Batterieladegerät mit Erhaltungsfunktion keine Mühe den Motor zum laufen zu bekommen. Nachdem dieser läuft übernimmt die Lichtmaschine die Stromversorgung. Abfahrt. Nach wenigen Hundert Metern verliert der Motor langsam Leistung und geht dann ganz aus. Danach lässt er sich trotz längerem "orgeln" des Starters nur kurz zum Leben erwecken. Das einzige was hier hilft ist Abschleppen. Die "alten Hasen" im Ort wissen natürlich was hier los ist. Der Diesel ist versulzt (Paraffin > Wachskristalle). Ein Blick in den Tank verrät folgendes: Eine feine Schicht an der Oberfläche und eine milchig weiße abgesetzte Schicht am Boden des Tanks. Im "Schauglas/Vorfilter"(direkt am Tank) kann man zusätzlich abgesetztes gefrorenes Wasser sehen. Bei -12°C nicht verwunderlich. Am Schauglas unterhalb des Dieselfilter kann man ebenfalls das milchige Sediment sehen. Montiert man den Filter ab kommt einem der Sulz aus dem Filter entgegen....


Wie wird man das Problem (zunächst) los ?

Da sich die Kristalle erst bei höherer Temperatur wieder auflösen muss der Traktor in eine warme Garage. Reinstellen und einfach abwarten. Wenn es schneller gehen muss: Tank leerpumpen und Diesel ins warme Stellen. Darauf achten das nirgendwo Luft ins System kommt, sonst hat man gleich das nächste Problem.. Filter vorsichtig mit dem Fön, keinesfalls Heißluftfön oder offener Flamme, anwärmen. Man kann natürlich auch den Filter wechseln, notwendig ist das allerdings nicht, da der Filter keinen Schaden nimmt. Geht aber natürlich schneller als mit dem Fön den Filter zu erwärmen.

Wurde damit aber die Ursache behoben ? Natürlich nicht! Das Problem wird sich unter gleichen Außenbedingungen exakt genau so wiederholen da man an den Gegebenheiten nichts geändert hat. Der neue Filter wird dazu wenig bis nichts beitragen. Man wird also wieder liegen bleiben.


Ursachen:

Bekannt ist, dass es an der Tankstelle in Deutschland, abhängig von der Jahreszeit, unterschiedlichen Diesel gibt:

Bezeichnung    CFPP-Wert    Zeitraum
Sommerdiesel    0 °C    15.04. – 30.09.
Übergangszeit    −10 °C    01.10. – 15.11.
Winterdiesel    −20 °C    16.11. – 28.02.
Übergangszeit    −10 °C    01.03. – 14.04

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Winterdiesel

Wie kann es also sein, dass der Winterdiesel bei -12°C versulzt wenn der CFPP Wert -20°C ist?

Dazu muss man sich zunächst klar machen was der CFPP-Wert (Cold Filter Plugging Point,) überhaupt ist. Der Wert gibt die Filtrierbarkeitsgrenze an, bei dem ein Prüffilter unter definierten Bedingungen verstopft.

"Der Cold Filter Plugging Point (CFPP) - der Temperaturgrenzwert der Filtrierbarkeit –
wird bei Dieselkraftstoffen und Heizölen nach der EN 116: 1997-11-01 bestimmt. Bei
dieser Analyse wird eine Kraftstoffprobe abgekühlt und bei jedem Grad bei einem
Unterdruck von 200 mm Wassersäule durch ein Drahtsieb mit einer Maschenweite
von 45 μm gesaugt. Wenn innerhalb einer Minute ein Volumen von 20 ml Kraftstoff
nicht mehr durch das genormte Drahtsieb gesaugt werden kann, ist der Temperaturgrenzwert
der Filtrierbarkeit dieser Probe erreicht"



Quelle: https://zidapps.boku.ac.at/abstracts/download.php?dataset_id=7340&property_id=107 
siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Filtrierbarkeitsgrenze

Ergebnis: Der Filter mit dem im Labor getestet wird hat 45µm (0,045mm).

Quelle 2: Handbuch Dieselmotoren S.100/101 Auszug: http://goo.gl/T3gmj


Dort wird auch kurz auf das Thema Einfluss der Motorwärme (Filterposition) u. Filterheizung eingegangen. Dazu später mehr.

Die Frage die man sich nun stellen sollte, entsprechen die Prüfbedingungen den Bedingungen im Fahrzeug (Traktor)?

Die heute verbauten Filter im Fahrzeug sind deutlich feiner, sprich im Bereich 10µm, die meisten für neuere Diesel noch feiner, also 3µm. Pumpe-Düse und Common Rail lassen grüßen.

Quelle: http://www.kfztech.de/gast/zeuschner/dieselfilter.htm

Dieser 4,5 bis15 fache Unterschied zwischen Test und "Realität" trägt meiner Meinung nach maßgeblich dazu bei, erklärt aber noch nicht allein wieso es zu Problemen kommt. Mit -12°C liegt man schließlich noch oberhalb von -20°C.

Dazu passend folgendes Bild was bei -11,7°C entstanden sein soll - man erkennt deutlich den abgesetzten "Sulz": http://up.picr.de/9560819vqt.jpg


Nun, der entscheidende Punkt, sogar im wörtlichen Sinn, ist der CP - Cloud Point. Das ist die Temperatur an dem die Ausscheidung von Kristallen im Diesel beginnt.

siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Cloudpoint

Damit lässt sich erklären warum die Probleme durchaus schon bei einstelligen Minusgraden beginnen können. Ausführlich erklärt auch hier:
http://opus.ub.uni-bayreuth.de/volltexte/2004/122/


Bei einem Diesel Anbieter (ARAL) selbst finden sich folgende Angaben:

"Kältefestigkeit"
Filtrierbarkeit (CFPP) °C
Sommerdiesel 0 bis – 10
Winterdiesel –20 bis –28

Beginn Paraffinausscheidung (CP) °C
Sommerdiesel 0 bis +5
Winterdiesel –5 bis –10


Quelle: Aral Dieselkraftstoff Broschüre Seite 37  http://www.aral.de/assets/bp_internet/aral/aral_de/STAGING/local_assets/downloads_pdfs/d/Dieselkraftstoff_Broschuere.pdf


Der ADAC kommentiert die Zusammenhänge ohne weitere Angaben schlicht und ergreifend mit:

"Auf die Norm ist kein Verlass"

Quelle: https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/Winterdiesel_Test.aspx?ComponentId=160288&SourcePageId=6729

Wen interessieren heute schon Details oder wer daran Schuld ist....? Von einer Lösung ganz zu schweigen.

Auch hierzu lohnt nochmal ein kurzer Blick in die Wikipedia:

"In Australien wird der CFPP-Wert typisch auf 2 °C unter dem Cloudpoint gelegt."
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Winterdiesel

Man sieht also das die Australier etwas anderes an die Sache herangehen.

Davon abgesehen das die Norm auch noch Klassen für tiefere Temperaturen kennt ( siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/EN_590 ) bleibt abzuwarten ob realistischere Testbedingungen geschaffen werden und ob neben dem CFPP auch der CP stärker gewichtet wird. Eine Stelle an der es hapert ist damit schonmal klar...


Weitere Verdächtige:

Eingangs habe ich erwähnt das im Vorfilter auch abgesetztes Wasser gefroren war. Das (gefrorene) Wasser trägt, je nach Filterkonstruktion, natürlich dazu bei das auch der Filter selbst an Fläche verliert / verstopft. Möglich aber unwahrscheinlich dürfte sein das die Tankstelle Diesel "verzapft" der einen deutlich erhöhten Wasseranteil hat. Verglichen mit der Menge an entstehenden Paraffinkristallen spielt das nach meiner Beobachtung aber eine untergeordnete Rolle. Dennoch lohnt es sich das mal etwas näher hinzuschauen. In der Wikipedia findet man dazu einen interessanten Hinweis:

"Daneben dienen die senkrecht installierten Filtergehäuse zur Abscheidung von spezifisch schwererem Wasser, das durch Kondensation von Luftfeuchtigkeit oder mangelhafte Treibstoffqualität eingebracht wurde. Dieses Wasser sammelt sich auf dem Filtergrund an. Im Rahmen der regelmäßigen Wartung kann eventuell vorhandenes Wasser über eine häufig drehbare Vorrichtung abgelassen werden. Insbesondere bei der Verwendung des stark hygroskopischen Biodiesel können verkürzte Wartungsintervalle erforderlich werden."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstofffilter

Weiter dazu findet sich bei einem Filterhersteller folgendes:

"Eine schlechte Kraftstoffqualität mit einem hohen Anteil an Wasser kann dafür ebenso die Ursache sein, wie die Falschbetankung oder der Eintrag von Wasser über die Tankbelüftung und Kondensation. Zu den Folgen zählen Korrosion und Kavitationseffekte an Injektoren, Ventilen und der Einspritzpumpe – die bis zum Systemausfall führen können. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass freies Wasser mikrobiologische Wachstums- und Korrosionsprozesse verursacht, die häufig zu vorzeitigem Verblocken des Kraftstofffilters [...] führen.

Quelle: https://www.mann-hummel.com/de/corp/aktuelles/news/newsdetails/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=809&cHash=3f00cb5b8f0b9adac682f2f09cca13be

Hier kommen also mehrere Punkte zusammen. Durch den mittlerweile üblichen Biodieselanteil von 7% hat man früher oder später mehr Wasser im Diesel, der Biodiesel in Kombination mit dem höheren Wasser führt zu einem ganz anderen Problem, zu einem Wachstum von Bakterien und Pilzen im Diesel:


https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselpest

Ein Problem das unter vielen Motorbootfahreren oder denen die andere Dieselmotoren selten benutzen bekannt ist. Auch ich kann ein Lied davon singen nachdem ich die braune Pampe in einem Spätsommer aus dem Kraftstoffsystem entfernen musste (Tank leer machen, Filter wechseln etc.) - Die Sommervariante der Versulzung. Lange Rede kurzer Sinn, diese Zusammenhänge (Wasser/Biodiesel/Dieselpest) kann im Winter auch ihren Teil dazu beitragen das man eben nun noch "etwas früher" liegen bleibt - wenn nicht sogar bereits im Sommer.

Zu den Wintereigenschaften von Biodiesel finden sich hier eine Menge Informationen:

https://zidapps.boku.ac.at/abstracts/download.php?dataset_id=7340&property_id=107


Hat der Fahrzeughersteller einen Einfluss?

In Fahrzeugen ist meistens eine Kraftstoffvorwärmung (z.B. Filterheizung bzw. Dieselheizung) verbaut. Sprich der durch die Kraftstoffleitung bzw. den Filter fließende Diesel wird erwärmt. Je nach Leistung und Einbausituation kann damit die Einsatzgrenze mehr oder weniger weit nach unten verschoben werden, oder sogar die vorhandene Ausflockung beseitigt werden. Das erklärt warum manche Hersteller im inter mehr, andere weniger Probleme haben. Also das eine Fahrzeug bei -12°C, das andere bei -28°C liegen bleibt.

Wenn die Entnahme im Tank, die meistens unten und nicht per Schwimmer erfolgt, es aber bereits mit einem stark ausgeflocktem Tank zu tun hat ist es nicht überraschend wenn eine Filterheizung mit geringer Leistung hier keine Abhilfe mehr schafft  - oder das Kraftstoffsystem womöglich an ganz anderer Stelle verstopft.

Das man Informationen dazu nicht in einem "Auto-Hochglanzprospekt" findet verwundert sicher niemanden...


Lösungen - Was tun wenn man davon abhängig ist was die Tankstelle liefert?

Zunächst sollte man natürlich dafür sorge tragen das man nicht im kalten Winter mit Sommerdiesel unterwegs ist. Das "einlagern" von Winterdiesel, erst recht mit Biodieselanteil, für den nächsten Winter, kann allerdings einen erhöhten Wasseranteil und die Dieselpest zur Folge haben. Ein Wort zur Warnung: Das Problem der Versulzung im Winter lässt sich wesentlich einfacher in den Griff bekommen als wenn man erstmal von der Dieselpest betroffen ist!


Ich verwende mittlerweile nur noch ARAL Ulimate Diesel. Nicht weil ich mit ARAL verbandelt bin, sondern diese Dieselsorte hat zwei Vorteile für meinen Traktor: Zum einen wird sie ganzjährig in "Winterqualität (-24°C)" angeboten - wenn auch hier der Cloud Point höher liegt. Das hat den Zweck das ich mir keine Gedanken um Sommerdieselreste im Tank machen muss. Zum anderen ist ARAL Ultimate Diesel frei von Biodiesel!

" Dem Hochleistungskraftstoff Aral Ultimate Diesel wird in der Regel kein Biodiesel zugesetzt, er kann aber Spuren von FAME enthalten."

Quelle: http://www.aral.de/de/retail/kraftstoffe-und-preise/unsere-kraftstoffe/biogene-kraftstoffzusaetze.html 

Trotz fehlendem Biodiesel setze ich, nach einer Dieselpestepisode, dem Diesel ein Mittel gegen "mikrobielle Kontamination" zu (Grotamar). Reine Vorsorge. Seit dem ist Ruhe! Da mein Traktor vergleichsweise wenig läuft spielen die höheren Kosten des Diesel und des Grotamar durch den geringen Gesamtverbrauch keine Rolle. Randnotiz: Es hat, neben den Kosten, schon seine Gründe warum in der Allgemeinen Luftfahrt (JET A1) kein "Biosprit" zugemischt wird...

Sind allein dadurch sämtliche meiner Probleme behoben?  Jein, mit der Dieselpest habe ich keine Probleme mehr. An der CFPP / CP Problematik / Norm bzw. daran was die Tankstellen liefern müssen ändert sich scheinbar nichts. Eine einfache Lösung - Polardiesel z.B. Klasse 2 (CFPP -32°C CP -20°C) (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/EN_590 ) wird es hier Deutschland so schnell sicher auch nicht geben. Leider.


Um das eigentliche Problem in den Griff zu bekommen blieb mir also nur das nachrüsten einer Kraftstoffvorwärmung - ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) inklusive. In diesem Fall eine Diesel-Therm.  Die schalte ich bei Bedarf zu. Mehr Infos beim Hersteller: http://www.diesel-therm.de/

Ergebnis: Kurz und knapp: Liegen bleiben abgestellt. Der nächste kalte Winter kann gerne kommen und die Dieselpest kann mir auch gestohlen bleiben!

Für diejenigen die aus Kostengründen weder ARAL-Ultimate noch eine (zusätzliche) Kraftstoffvorwärmung einsetzen möchten kann ein Fließverbesserer durchaus etwas bewirken. Mit z.B. "Liqui Moly Diesel Fließ-Fit" lässt sich Diesel laut Hersteller bis zu -31°C "fit" machen. Wichtiger Hinweis: Sind die Kristalle allerdings erst mal ausgeflockt kann man sie mit Fließverbesserer im kalten Zustand nicht wieder auflösen! zudem soltle man sich bewusst machen, dass man im wesentlichen den CFPP-Wert und nicht den CP Wert verbessert. Allerdings bekommt man damit im vorhinein ggf. einen Rest Übergangsdiesel oder gar Sommerdiesel im Tank ein Stück weit, je nach Temperatur, in den Griff.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 04.10.2015

Update 04.10.2015:
Anmerkung: Zusammenfassung mit vorherigen Beiträgen siehe hier: Link

Blick auf den Kandrich (03.10.2015) mit zwischenzeitlich einer weiteren Windkraftanlage:

Blick auf den Kandrich am 03.10.2015

Das Raumordnungverfahren zum Pumpspeicherwerk in Niederheimbach ist abgeschlossen. Siehe: http://psw-heimbach.de/raumordnungsverfahren/
Ob es nun weitergeht scheint nach meinem Eindruck nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit zu sein. Manche argumentieren es bräuchte das PSW wg. der Erneuerbaren Energien, andere das insbesondere Photovoltaik (PV) dazu beiträgt das PSW sich "eher weniger" rechnen würden weil PV genau dann ihre Leistungsspitze haben wenn auch der Verbrauch seine Spitze hat. PSW würden daher mittelfristig nicht gebraucht. Auch das Argument PSW wären in erster Linie eine "Laufzeitverlängerung" für konventionelle Kraftwerke, wurde nach meinem Eindruck schon lauter. Eine paar Links zu dem Thema:

http://www.agora-energiewende.de/fileadmin/downloads/publikationen/Studien/Speicher_in_der_Energiewende/Agora_Speicherstudie_Web.pdf

https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-energiesystem-deutschland-2050.pdf

https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-100-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf

Das der Landkreis Rhein-Hunsrück unabhängig von der PSW Planung der Stadtwerke Mainz AG in Sachen Windkraft noch so einiges vor hat kann man hier auf einer Karte sehen:
http://www.geoportal-rheinhunsrueck.de/fachkarten/erneuerbare-energien

Dort kann man entnehmen was an Windkraftanlagen schon steht, gebaut wird und geplant ist. Der ursprüngliche Gedanke, wie er in der Vergangenheit von verschiedenen Seiten dann doch mal zu hören war, die Windenergie ausschließlich regional, also unmittelbar vor Ort zu verbauchen dürfte allerspätestens seit Bekanntwerden folgender Planung hinfällig sein: "Standortplanung Errichtung einer 380-kV-Anlage und Erweiterung einer 110-kV-Anlage bei Erbach."  "Zufällig" in Sichtweite zum Kandrich - bzw. natürlich in Nähe der vorh. Anlage:
http://netzausbau.amprion.net/projekte/umspannanlage-bacharach/downloads
http://netzausbau.amprion.net/sites/default/files/bacharach_buergerinfo-folien_august_2015.pdf


Umspannanlage Erbach - Quelle Amprion
Umspannanlage Erbach - Quelle Amprion
Andere/weitere Baustelle. Mal sehen ob "Ultranet" dann künftig den Weg nach Süden durch Hessen oder doch noch  am Ende die Alternative durch Rheinland-Pfalz/ den Hunsrück nimmt:
https://www.transnetbw.de/de/ultranet/leitung

Sonntag, 30. August 2015

Packliste Alpen

Meine Packliste angelehnt an die Packliste von Alpen-Biken. Gedacht für Touren mit Übernachtungen in Pensionen, Refugios, Hütten,.... also nicht unter freiem Himmel. Ausreichend für z.B. 8 Tage 450km/15000 hm. Zum Teil habe ich Ergänzungen oder konkrete Produkte dazugeschrieben damit man sich besser vorstellen kann was gemeint ist bzw. in welchem "Funktions- und Gewichtbereich" etwas aufgehoben ist.

Nur für Übernachtungen unter freiem Himmel (Sommerhalbjahr "Mitteleuropa") zusätzlich zur Liste unten:
- ISOmatte (Thermarest Prolite ca. 450g )
- Leichter Daunenschlafsack (VAUDE Sioux 100 SYN ca. 600g)
- Malerfolie als Unterlage (ca. 100g)
- Ggf. ein Tarptent wenn Regen (oder fieses Viehzeug) zu erwarten ist

Insbesondere mit Zelt braucht das natürlich zusätzlichen Platz am Rad da sonst der Rucksack extrem groß sein müsste.


Bekleidung:
3x Unterhosen
3x Socken (keine Füßlinge wg. mögl. Gestrüpp etc.)
1x T-Shirt (100% Baumwolle)
2x Trikot (100% Polyester)
1x Trikot/T-Shirt (85% Polyester, 15% Baumwolle, "DRI-Release")
2x Funktionsunterhemd
kurze Radhose (Baggy)
lange Radhose (Baggy) ZIP-OFF (dient auch als "Abendgarderobe")
2x Radunterhose (mit Polster)
Ärmlinge
(Regen-)Jacke mit Kapuze  (Gore-Tex Active Shell)
leichte Bike-Regenhose (VAUDE Men's Tremalzo Rain Pants)
Regenüberzieher für die Schuhe (VAUDE Bike Gaiter)
leichten Pullover (Fleece) (ES Microfleece Troyer 200 g /m^2)
lange Radhandschuhe
Bike-Schuhe
"Ultralight Badeschlappen"
Radhelm
Badehose

Hygiene-Artikel etc.:
2x Packung Papiertaschentücher
Ohropax, gute(!) gegen Schnarcher
Shampoo 50ml
2x Deo 35ml
Seife, Mini (!) 20g Stück Seife (nicht flüssig, da leichter)
Zahnbürste
Zahnpasta 12ml
Reisehandtuch (Salewa Reisehandtuch 120x40cm 105g)
Sonnencreme 2x50ml (mittlerer Hauttyp)
"Labello" mit UV-Schutz (!) ( Sebamed LSF30 )
Creme ("Nivea") 20ml (halb entleerte Pröbchenpackung)
Rasierer
Reisewaschmittel 100ml
kleine Pinzette (gut verpackt damit die "Spitzen" sich nicht verbiegen
Erste Hilfe* (Medikamente, Creme Gegen x,y, z, Pflaster, Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Schmerzmittel)

Ausrüstung:
Rucksack (30-35l)
Landkarten, Wegbeschreibung*
Sonnenbrille
Taschenmesser  (Victorinox Manager reicht - auch dessen Schere zum Fingernagelschneiden ;) )
GPS-Gerät bzw. Handy (Android mit externem Akku) + Ladekabel
kleine Taschenlampe (z.B. Fenix L2D mit Lenker- oder Helmhalter)
Hüttenschlafsack (Salewa Hüttenschlafsack Microfibre 190g)
2x Plastiktüte (Um muffige/ungewaschene Klamotten vorübergehend zu verpacken)
Geld
EC-Karte + Kreditkarte
Pass/Ausweis
Fotoapparat*
leichtes Schloss* (Länge sollte ausreichen um alle Räder zu sichern, ABUS CombiFlex Pro)

Werkzeug:
1x Satz Ersatzbremsbeläge (Vorne+Hinten! )
Kettenöl* (30ml)
Multitool mit Kettennieter u. Speichenschlüssel*
Ersatzschlauch
Kleine Luftpumpe
Flickzeug
kleine Rolle Klebeband*
kleine Zange/Seitenschneider*
Kabelbinder*
Schaltzug*
Kettenschlösser (z.B. 11-fach)

Essen + Trinken:
2x Trinkflasche (2x 0,75l )
Trinkblase (3l)
Multivitaminpulver (pro Tag 1x, am besten in Einzeltüten)
Magnesiumpulver (kleine Einzeltüten für abends - wenn doch Krämpfe)
Tagesverpflegung (kauft man täglich vor dem losfahren vor Ort)
Energieriegel 5 Stck. (Clifbar schmeckt besser als powerbar)

* Braucht man in der Gruppe nur 1x

Ein paar Anmerkungen zu einzelnen Punkten.
Nicht nur das Gewicht ist entscheidend, sondern vor allem auch das Packmaß. Je weniger Platz gebraucht wird desto besser - sonst wird es schnell eng im Rucksack.

- Die "Klamottenliste beinhaltet natürlich auch den "Satz" den man am Körper trägt.

- Die "Ultralight Badeschlappe" kann auch abends als "Ultralight Hüttenschlappe" ;) genutzt werden. "Richtige Schuhe" fressen extrem viel Platz und Gewicht. Daher sind die einzigen richtigen Schuhe die (Flat-)Pedalschuhe tagsüber an den Füßen und für abends die "Ultralight Badeschlappe" angesagt. Nicht einfach nur "Ultralight Hüttenschlappen" weil man die verpilzte Hüttendusche nicht Barfuß betreten will. Wichtig ist das diese natürlich auch "schnelltrockend" sein muss wenn man damit anschließend in der Hütte umherläuft (dann können die Radschuhe weiter auslüften). Ein zusätzliches Schuhpaar von rund 1kg Gewicht ist absolut unnötig!

- Eine Windjacke nehme ich trotz des niedrigen Gewicht nicht mit da man wenn dann genausogut die Gore Tex Active Shell verwenden kann und diese gleichzeitig eine Super Regenjacke ist (mit Kapuze!).

- Ärmlinge. Hört sich erstmal furchtbar nach Rennrad an, haben aber gleich mehrere Verwendungszwecke. Unter der Regenjacke getragen ist diese deutlich angenehmer zu tragen, zum anderen bei leichter Kälte / Wind ggf. eine "Zwischenstufe" zur Jacke. Sehr hilfreich sind sie auch wenn ein Sonnenbrand trotz LSF50 an den Armen droht außer Kontrolle zu geraten.

- Kappe oder Kopftuch (gegen Sonnenstich) verwende ich nicht, ich lasse den gut belüfteten XC Helm (kein schlecht belüftetes AM/Enduro Gelersch) auf. Mit einem eng sitzendem Kopftuch habe ich die Erfahrung gemacht wird es nur schlimmer. Am besten ist ein luftiger Strohhut, aber u.a. etwas unhandlicher...

- Das Baumwoll T-Shirt dient als "Schlaf-T Shirt". Das "Trikot / T-Shirt "85% Polyester, 15% Baumwolle, "DRI-Release" hat eine doppelte Reservefunktion wenn es mal 2 Tage keine richtige Wasch- bzw. Trockenmöglichkeit gegeben hat. Es kann kann als Bike Trikot verwendet werden und es ist noch als als "Schlaf-T-Shirt" angenehm.

- Deo, Zahnpasta etc. Man nimmt natürlich nicht die von zuhause üblicherweise größeren Packungen mit, sondern die kleinen Produktproben aus dem Drogeriemarkt. Diese kann man dort ganz normal kaufen.

- Wasser bekommt man in den Alpen meistens alle paar Kilometer an einem Brunnen (nicht Bach!).  Allerdings kann es schonmal eng werden je nach Temperatur und Tagestourlänge wenn dann doch kein Brunnen auffindbar ist. Daher die Trinkblase die bei Bedarf genutzt werden kann. Die 3l Trinkblase zur Hälfte befüllt wird nicht so dick wie eine kleinere komplett volle Trinkblase und passt daher noch gut in den Rucksack. Sie wird während des Tages nicht nachgefüllt an Brunnen (zu viel gefummel). Dafür sind die Trinkflaschen. Das Multivitaminpulver kommt nur in die Trinkflasche und nicht in die Trinkblase.

- Tagesverpflegung. Man kann aufgrund der Menge und des Gewichts nicht die komplette Tagesverpflegung für die komplette Tour in Form von Riegeln mitnehmen. Die Riegel sind im wesentlichen Reserve. die Tagesverpflegung kauft man vor Ort in einem Supermarkt/ Lädchen, ggf. für 2 Tage im voraus. Also Obst, Kekse etc. Sollte sich unterwegs eine "Einkehrmöglichkeit" geben wird diese natürlich genutzt da man so weniger mitschleppen muss!

- Für die zweite Packung Papiertaschentücher ist man mehr als dankbar wenn der "Flotte Otto" weit ab vom nächsten WC oberhalb der "Blattgrenze" ;) zuschlägt!

- Wenn es nachts in der Hütte, weil jemand das Fenster öffnet, unter dem Mikrofaserschlafsack zu kalt wird, nimmt man sich eine der verfügbaren Decken aus dem Regal... Der Mikrofaserschlafsack hat im wesentlichen "Hygienegründe" da es nicht auf jeder Hütte frische Bettwäsche gibt.

- Neue Bremsbeläge mindestens 1 Woche vor Tourbeginn montieren. Auch wenn die alten noch nicht ganz runter sind. Geht etwas schief (z.B. Schraubenkopf der Belagsicherung  reisst ab > rausdremeln, Gewinde neu schneiden... räusper ) kann man nochmal zuhause rechtzeitig u. entspannt was reparieren oder nachkaufen. Grundsätzlich sollte das Rad und Ausrüstung eine (1) Woche vorher und nicht am abend vorher startklar sein.

- In Sachen Geld ca. 100 EUR pro Tag einplanen (ohne Anfahrt). Im Zweifel hat man eine Reserve wenn man keine Bank findet.


Was man definitiv nicht mit nimmt wg. des Gewicht:
- Reiselektüre in Form eines 1200 seitigen Buches. ;)
- Zwei 10er Packen 60g Riegel (>1,2kg)
- Das JumboFrottee-Strandbadetuch (Viel zu viel Volumen und Gewicht)
- Zusätzliches 1kg Schuhpaar für Abends
- Die nahezu volle (alte) 1 Liter Packung Sonnencreme vom Familienstrandurlaub letztes Jahr
- Irgendwas das noch in den Rucksack passt weil die 30l gerade so nicht ausgefüllt sind


Packliste anderer:

Daniel Bolender:
http://www.alpen-biken.de/packliste.html

Andreas Albrecht:
http://www.transalp.info/packlist.php

Mountainbike-Magazin:
http://www.mountainbike-magazin.de/reise/reisetipps/die-alpencross-packliste.226547.2.htm

Frank Ellenberger:
http://enduro-mtb.com/pro-tips-rucksack-packen-wie-ein-profi/

Donnerstag, 2. April 2015

Tesla Supercharger Waldlaubersheim


Tesla Supercharger Waldlaubersheim

Der 30. Tesla Supercharger Standort in Deutschland ist seit ein paar Tagen (26.03.2015) "online":

Sonntag, 17. August 2014

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 17.08.2014

Update 17.08.2014
Zusammenfassung siehe hier: LINK.

Alle Anlagen (bisher 15) die man auf den Photos sieht sind in Betrieb. siehe "Offizielle Einweihung":

 



Aktueller Wegezustand:



 Video vom 17.08.2014 am Aussichtspunkt Ohligsberg:




Dienstag, 5. August 2014

Capri Sonne Werk Hamburg

Ich habe mal die Gelegenheit genutzt das Capri Sonne Werk im Hamburger Hafen zu besichtigen (In den silbernen Kuppeln in der Ferne werden die Winterorangen herangereift!). Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle nochmal vertrauensvoll bei meinem "Führer":

;)

Algorithmus zur Panoramaerstellung vs. Dynamik von Jörg Buschka

Samstag, 28. Juni 2014

Mittwoch, 18. Juni 2014

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 18.06.2014

Update 18.06.2014:Zusammenfassung siehe hier: LINK.
Ein paar aktuelle Bilder vom 16.06.2014:

 

 
 Der Kran gibt schonmal einen Vorgeschmack auf den künftigen Ausblick am Ohligsberg.
Neues gibt es auch in Sachen Windkraft am Franzosenkopf:

"[...] Sollte eine Genehmigung hier Erfolg haben, geht es um rund 20 Windkraftanlagen im direkten Sichtbereich von Bacharach,[...]"

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/vg-rhein-nahe/bacharach/fdp-gegen-weitere-windkraftanlagen_14222183.htm

Freitag, 9. Mai 2014

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 09.05.2014

Update 09.05.2014:Zusammenfassung siehe hier: LINK.
Aktueller "Rundumblick" vom Kandrich  bzw. Ohligsberg am 09.05.2014:



Montag, 21. April 2014

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 21.04.2014

Update 21.04.2014:Zusammenfassung siehe hier: LINK.
Mit den Baustellen ging es seit dem letzten Update, sicherlich auch aufgrund des sehr milden Winters 2013/2014, zügig voran:

Windkraftanlage am Ohligsberg / Kandrich am 21.03.2014

Auch sind wieder ein paar neue Baustellen dazu gekommen, solche bei denen man bereits ein Teil des "Turms" sowie die Kräne sieht:
Neue Baustellen am Kandrich am 21.03.2014
Aber auch solche die man auf obigen Bild nicht direkt erkennt, also bei denen noch der Erdbau und zum Teil schon die Erstellung der Fundamente läuft. In der "steilen Loipe" ;) rechts im Bild werden die Kabel zum Umspannwerk Kandrich entlang des Ohligsberg verlegt. Auf die Nabe dieser Anlage wird man nach Fertigstellung vom oberhalb gelegegen Aussichtpunkt am Ohligsberg/Soonwaldsteig "eine schöne Aussicht" haben:

"Panorama" von einer der beiden Windkraftanlagenbaustellen unterhalb Ohligsberg am 19.04.2014


In der Openstreetmap sieht man sehr gut die Lage aller Baustellen rund um den Kandrich:


Windkraftanlagenbaustellen am Kandrich am 21.04.2014
Kleine Randnotiz, ein "interessantes" Projekt (Planung) in der Nähe ist das "PSW Heimbach". Hier geht es auch weiter vorwärts. Sprich Einleitung des Raumordnungsverfahren. Unterlagen finden sich bei der SGD Süd hier.

"Geplantes" PSW-Heimbach
Quelle: PSW-Heimbach

Freitag, 20. Dezember 2013

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 20.12.2013

Update 20.12.2013:Zusammenfassung siehe hier: LINK.
Link /Download der "Sichtachsenstudie – Windkraft und
UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal":
http://www.welterbe-oberes-mittelrheintal.de/fileadmin/user_upload/pdf-Dateien/Sichtachsenstudie_Welterbe-OM_Dez-2013.pdf

Anlagen, weitere Karten usw. siehe:
http://www.welterbe-oberes-mittelrheintal.de/

Zwei Bilder daraus (Quelle siehe oben) die den Franzosenkopf zeigen:

Dienstag, 19. November 2013

Edelstahl Trinkflasche - 360° DEGREES Stainless Steel Bottle

Neulich mal wieder einfach nur Wasser in der (Plastik-)Trinkflasche am Rad bzw. im Rucksack gehabt. Ergebnis: *pfuideiwel* *würg* Plastegeschmack pur. Eine Flasche im Rucksack vergessen: 2 Tage später nochmal das Wasser probiert: *pfuideiwel* *würg*^2. Geschmack das eine, aber da war auch noch was mit BPA.... Nun gut, zwischen neulich und jetzt hat dann "Holgi" (Holger Klein) seinen aehm "Trinkflaschentick" in NFSW öffentlich gemacht. Also mal eine Gelegenheit das Thema für mich selbst endlich mal zu einem Ergebnis zu bringen.

Nachdem ich mir dann dann diverse seiner Tipps (u.A. zuletzt hier )  mal näher angeschaut habe möchte ich an der Stelle mal meinen bisherigen Favoriten (2 Stück gekauft und seit ein paar Wochen in Benutzung) vorstellen. Nein, keine Alu-Flasche mit innenliegender Beschichtung, es ist eine aus Edelstahl geworden, nein auch nicht eine Kanteen. Die finde ich mit teils jenseits 40 EUR dann doch etwas übertrieben. Auch wenn der Edelstahlverschluss natürlich seinen Reiz hat. Aber der Sport-/Radflaschen Deckel soll nicht dicht sein.Dazu später mehr.

Ergebnis:

360° DEGREES Stainless Steel Bottle - Trinkflasche mit 750ml

Ausschlaggebend für mich war folgendes:
  • Innen komplett Edelstahl ohne Beschichtung
  • recht große Öffnung zur einfacheren Reinigung
  • normaler Verschluss. Dicht und mit Möglichkeit einen Karabinerhaken anzubringen
  • Sportverschluss. Dicht und mit "Staubschutzkappe" 
  • Verschluss BPA-frei und "geschmacksneutral"
  • Passt auch mal in einen normal Trinkflaschenhalter am Rad wenn nicht im Rucksack
  • Passabler Preis (10,95 für die 750ml Variante + 3,95 für den Sportverschluss)
  • Keine bunte Mickey Mouse (nichts gegen Mickey!)
Erläuterung. Die Trinkflasche ist zwar aussen beschichtet, es gibt wohl auch eine die aussen unbeschichtet ist (es könnte aber auch klar-lack sein (?)), diese war aber gerade nicht lieferbar weshalb es die obige Variante in schwarz wurde. In Edelstahl, auch im Gewindebereich. Das ist mir sehr wichtig. Die Öffnung ist wie bereits erwähnt ausreichend groß um die Trinkflasche einfach reinigen zu können oder auch mal in die Spülmaschine zu stellen (laut Hersteller kein Problem - "dishwasher safe - top rack"). Der normale Verschluss, auf dem Photo neben der Flasche liegend, ist meiner bisherigen Erfahrung nach 100%tig dicht. Karabinerhaken bzw. Schlaufe hat den Zweck die Flasche am Rucksack zu befestigen wenn man diese in den typischen Aussenliegenden Trinkflaschentaschen hat. Das wäre nicht die erste Trinkflasche die mir so auf irgendwo auf dem Trail abhanden kommt. Zum Sportverschluss und dessen Dichtigkeit. Die eingangs erwähnte Kanteen hat z.B.ein kleines Ventil im Verschluss für den notwendigen Druckausgleich beim trinken. Das führt dann in der Form auch zu einer mehr oder weniger starken Undichtigkeit wenn man diversen Berichten im Netz glauben schenken darf. Es wird auch explizit vom Hersteller so angegeben "Deckel ist NICHT auslaufsicher" (Link). Der normale Deckel hingegen ist dicht. Druckausgleich deswegen, weil sich die Edelstahlflasche natürlich nicht wie eine Plastikflasche zusammenziehen kann beim abtrinken. An der 360 Degreees ist das anders gelöst als an der Kanteen, hier ist es so gelöst das Luft nur über den Bereich am Mundstück (siehe Bild unten) in die Flasche nachströmen kann. Man muss also darauf achten diesen Bereich beim Trinken nicht komplett mit dem Mund abzudecken. Hat aber auch den Vorteil das die Flasche meines Erachtens nach dicht ist. Nur extremes schütteln lässt wie bei einer normalen "Plasteflasche" ein paar sehr kleine Tröpfchen am oberen Ende (Trinköffnung) entweichen.


Die "Staubschutzkappe" funktioniert wie sie soll, bei extremen Schlammwetter bleibt das Mundstück sauber wenn die Flasche im Trinkflaschenhalter am MTB ist. Also auch das funktioniert bei meinen Flaschenhaltern.  Es brauchte bisher keinen Spezialhalter. Die Flasche (750ml) ist nur minimal länger als Plastikflaschen gleichen Inhalts so das es nur bei manchen Rahmen zu Problemen kommen dürfte. Es gibt sie btw noch in 3 anderen Größen. Kratzer in der (schwarzen) Beschichtung sind natürlich unvermeidlich wenn man sie im Flaschenhalter transportiert. Unter Mountainbikern kann man natürlich auch schier endlose Diskussionen führen ob nun eine Trinkflasche am Rahmen platz finden muss oder im Rucksack, den auch nicht jeder und immer mag... ich handhabe das je nach Wetter und Tour mal so und mal so. Achso, der Preis. 10,95 für die 750ml Variante + 3,95 für den Sportverschluss. Für das gebotene, finde ich, bisher absolut überzeugend.

Ob Holgi noch den heiligen Gral findet (finden will !?). ;)

Sonntag, 17. November 2013

Five Ten (5.10) Sohle reparieren (kleben) mit Shoe Goo

Bildquelle: wikipedia
Da meine "Five Ten Freerider" bereits nach nicht mal einem Jahr Nutzung Löcher in den Sohlen hatten (nasse Füße inkl. :( ) stellte sich die Frage: Wegwerfen und neue kaufen!? Zunächst mal ist es einfach nur eine Zumutung das der Schuh kein Jahr gehalten hat.... - bei einem Preis von rund 90 EUR seinerzeit. Absolut inakzeptabel!

Das ich mit dem Problem nicht alleine war / bin. Zeigen die Bilder von `Smubob´ Seine Lösung: Shoe Goo. Das habe ich nun auch seit geraumer Zeit in Benutzung. Es wird in flüssiger Form aufgetragen, ich lasse es einfach etwas verlaufen, und nach 1-2 Tagen ist die "neue Sohle" fertig. Ergebnis: Trockene Füße und keine Pins mehr im Fuß/Schuh - Neukauf auf unbestimmte Zeit (schon über 1 Jahr!) verschoben. Sehr schön. Die Geschichte hinter Shoe Goo (wikipedia) ist übrigens absolut Lesenswert.

Bildquelle: `Smubob´

Noch ein paar Erfahrungen von mir:

  • Ich benutze keine Spachtel etc. zum verteilen sondern lasse Shoe Goo einfach auf die notwendigen stellen laufen. Ggf. mehrere dünne Schichten wenn das Loch größer ist als eine dicke Schicht. 
  • Auftragen und "aushärten" lassen (1-2Tage)  nur im freien da das Zeug wirklich stramm riecht. Schuhsohle entsprechend ausrichten sonst verläuft es an Stellen wo man es nicht haben möchte!
  • Beim aushärten schrumpft Shoe Goo leicht, also keine Panik das die Schicht evtl. zu dick wird.
  • Shoe Goo nur da auftragen wo es notwendig ist und nicht übertrieben großzügig. Der Grip ist zwar immer noch gut aber dennoch ein wenig niedriger als die Originalsohle.
  • Die Fläche auf der Shoe Goo aufgetragen ist wird sehr haltbar. Ich muss also nicht ständig nachkleben. Einfach klasse!
  • Das Gewinde der Tube vorsichtig mit etwas Fett oder Vaseline versehen vor dem wiederverschließen. So verklebt nicht der Verschluss und die Tube härtet auch nicht aus. Beim auftragen dennoch darauf achten das kein Shoe Goo auf das Gewinde der Tube kommt.
Solange mir also nicht das Shoe Goo ausgeht, die Tube wird sehr viele "Reparaturen" ermöglichen, oder die Five Ten total auseinander fallen braucht es keine neuen Schuhe! Würde ich mir im Fall der Fälle nochmals Five Ten kaufen ? Klare Antwort: NEIN. Grund: Zum einen die geringe Haltbarkeit der Sohle und das der Schuh nach kurzer Zeit deutlich an Steifigkeit verloren hat und dann ein deutlich schlechteres Fahrgefühl bietet als im Originalzustand. Davon abgesehen das die Innensohle einfach unbrauchbar ist (Fußbett & Co). Mal sehen was Shimano künftig noch mit dem SH-AM41 macht.

P.S.
Wie sich "Mr. Five Ten - Charles Cole" in Sachen Haltbarkeit der neuen, nun noch weicheren, Gummimischung "MI6" im Video um die Frage nach der Haltbarkeit windet ist schon bezeichnend... Aber mit Shoe Goo würde man sicher auch Schuhen mit dieser Sohle zu ungewünscht langer Haltbarkeit verhelfen. ;)

Samstag, 16. November 2013

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 16.11.2013

Update 16.11.2013:
Zusammenfassung siehe hier: LINK.

Die Anlagen wachsen weiter 'in den Himmel'. Hier der aktuelle Stand der Anlage am Ohligsberg (WP Kandrich, WEA3, Enercon E-101) :

 

Auch ein neu angelegter Zuweg (für eine andere Anlage) wurde zwischenzeitlich asphaltiert - rechts im Bild:
In Sachen Sichtachsenstudie gibt es neues: "Am 20. November wird die Sichtachsenstudie Windkraft offiziell vorgestellt, berichten gut informierte Quellen."

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Welterbe-Debatte-um-die-Studie-zur-Windkraft-_arid,1065776.html

Erinnert sich eigentlich noch jemand an "The Tripods - Die dreibeinigen Herrscher" ? ;)
http://youtu.be/lLBUnfr0BFE?t=6m42s

Freitag, 11. Oktober 2013

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 11.10.2013

Update 11.10.2013:Zusammenfassung siehe hier: LINK.

 "Nicht nur das Kerngebiet, sondern auch die Ränder des Welterbes Oberes Mittelrheintal im Land sollen für Windräder tabu sein, hat der Ministerrat beschlossen. Das lässt Gemeinden offenbar über einen Austritt aus dem Welterbe nachdenken. [...]  „soll der Ausschluss der Windenergienutzung im Rahmenbereich des Unesco-Welterbegebietes durch entsprechende Zielfestlegungen in den Regionalplänen (...) verankert werden.“ Demgegenüber hatte Mainz bisher stets verlauten lassen, dass zunächst einmal eine sogenannte Sichtachsenstudie ausgewertet werden soll, um zu sehen, ob und wo Windräder das Welterbe tatsächlich stören. Dies sei nötig, um den Status des Unesco-Welterbes nicht zu gefährden."

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/bad-ems_artikel,-Oberes-Mittelrheintal-soll-komplett-ohne-Windraeder-bleiben-_arid,1050490.html

Dienstag, 8. Oktober 2013

Entmischt sich 2-Takt-Öl nach längerer Zeit vom Kraftstoff?

Millionen (Milliarden?) von Diskussionen, Ergebnisse von "nach 3 Wochen kippt der Sprit" über mehrere Jahre, bis "ewig".

Der allwissenden Müllhalde ist folgendes zu entnehmen:

"Im Gegensatz zu normaler Mischung mit Tankstellenbenzin ist Gerätebenzin sehr lange (mindestens 2 Jahre) lagerfähig."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alkylatbenzin

Mögliche Verschwörungstheorien:
- die "neuen" vollsynthetischen 2-Takt-Öle statt der "bewährten" mineralischen sind schuld
- der steigende (Bio-)Ethanolanteil ist schuld.
- der Verbot von verbleitem Benzin ist schuld

Es wird natürlich immer schlimmer. Natürlich würde auch das schütteln des Kanister im Falle der Fälle nicht helfen da das ganze auf einer für jeden vollkommen unverständlichen chemischen Ebene abläuft. Der Feind im Kanister ist unsichtbar!

Was ein Hersteller von 2-Takt-Öl zum Thema schreibt:


"Entmischt sich 2-Takt-Öl bei längerer Standzeit eines Fahrzeugs vom Kraftstoff?
Zweitakt-Öl löst sich vollkommen in Kraftstoff und entmischt sich auch nach langer Standzeit nicht."


Quelle: http://www.liqui-moly.de/liquimoly/web.nsf/id/pa_faq_oel.html

Hoppala: Also neue Verschwörungstheorie: Dahinter ("Legende der Entmischung!?") stecken die Alkylatbenzin- und Gerätehersteller. Letztere wollen natürlich zu ihren Geräten auch ihren Sprit verkaufen weil nur der lange genug haltbar gegen entmischen ist, er mehr Leistung hat, "gesünder" (unbestreitbar)  ist, schonender für den Motor ist., ein besseres Gefühl gibt usw. Datenblätter zum verwendeten Öl... ? Ach bitte, Sie GLAUBEN etwa nicht an alles? Na dann sind sie wohl nicht katholisch, also ab auf den Scheiterhaufen mit Ihnen!

Ob das Thema "Entmischung von 2-Takt-Öl" auch nur mal irgendwer annähernd fundiert untersucht hat...?  Wozu das noch notwendig ist? Der 2-Takter stirbt doch schließlich aus, oder nicht? Nicht ganz, "neuerdings" kippt man auch 2-Takt-Öl (1:200 u.Ä.) in den Diesel, wg. der Schmierung der Einspritzpumpen usw. ... ich hätte da ein paar Verschwörungstheorien... - auch Schlangenöl soll gar nicht schlecht sein. ;)

Montag, 23. September 2013

Schwarzer Chemtrail Helikopter


Ein schwarzer Helikopter mit zwei Aussenbehältern zur Chemtrailerzeugung:

Anklicken zum vergrößern!

Mehr Informationen zum Thema: Link

Erste Auswirkungen am lokalen Blattwerk habe ich dokumentiert:

;)

Sonntag, 22. September 2013

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 22.09.2013

Update 22.09.2013:
Zusammenfassung siehe hier: LINK.

Bei diesen Anlagen geht es nicht um die weiter oben bereits erwähnten 6 Anlagen die bereits im Bau sind, sondern um 5 zusätzliche:

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bingen/vg-rhein-nahe/bacharach/13462600.htm


" [...] Geplant sind fünf neue Windräder im Bereich des Kandrichs/Ohligsbergs. Alle Flächen liegen außerhalb des im Regionalplan Rheinhessen-Nahe ausgewiesenen Vorranggebietes.

 Drei Windräder sollen auf Oberdiebacher Gemarkung, zwei auf Weilerer errichtet werden. Das gesamte Areal ist 43 Hektar groß. Die Realisierung allerdings bleibe offen, so VG-Chef Franz-Josef Riediger [...]"

Donnerstag, 19. September 2013

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf) Update 19.09.2013

Update 19.09.2013:
Zusammenfassung siehe hier: LINK.


Zum Thema Sichtachsenstudie:

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/hunsrueck_artikel,-Unklar-Wie-wirken-Kratzenburger-Windraeder-aufs-Welterbe-_arid,1040751.html

"[...] In einem Antwortschreiben an den Bopparder Beigeordneten Heinz Bengart bestätigt der Direktor des Welterbekomitees die Einschätzung von Icomos: Auch außerhalb der Randzone des Welterbegebietes vorgesehene Windräder bedürfen der Zustimmung der Unesco, wenn sie die visuelle Integrität des Welterbes beinträchtigen könnten.

Die vom Kulturministerium gemeinsam mit dem Welterbe-Zweckverband in Auftrag gegebene Sichtachsenstudie soll Aufschluss darüber geben, welche der geplanten Windräder den hohen ästhetischen Ansprüchen eines Unesco-Welterbes zuwiderlaufen. Die Studie muss der Unesco in jedem Fall vorgelegt werden.

Bereits bei der Bereisung des Mittelrheintales durch einen Icomos-Vertreter im Dezember 2012 wurde das Ziel formuliert, anhand der Studie eine visuelle Beeinträchtigung des Welterbes durch Windräder zu verhindern. Solange die Unesco die Ergebnisse der Studie nicht abgesegnet hat, dürfen im Rahmenbereich des Welterbegebietes keine Windräder genehmigt werden. In der Kernzone des Welterbes ist Windkraft sowieso tabu.

Außerhalb des Rahmenbereiches

Vom Moratorium sind lediglich rechtsrheinische Standorte von Windkraftanlagen betroffen. Im linksrheinischen Raum sind derzeit keine Anlagen unmittelbar im Rahmenbereich ausgewiesen. Aber es gibt mehrere Standorte von Windrädern, die zwar außerhalb des Welterbegebietes liegen, aber wegen der Höhe der Anlagen von 200 Metern optisch in die Unesco-Kulturlandschaft hineinwirken. Deshalb hat das Wirtschaftsministerium bereits im Mai auf Anfrage unserer Zeitung die Auffassung vertreten, "mit möglichen Standorten außerhalb des Rahmenbereiches des Weltkulturerbes im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sensibel umzugehen, wenn es zu Sichtbeziehungen zum Weltkulturerbe kommen kann. [...]"

Sonntag, 15. September 2013

Windkraftanlagen im Hunsrück (u.A. Kandrich, Hochsteinchen, Franzosenkopf)

Zusammenfassung siehe hier: LINK.

Lange Zeit standen am Kandrich "nur" 3 Windkraftanlagen und am Hochsteinchen (sowie bei Dörrebach) gar keine. Der Bau neuer Anlagen an diesen Stellen war aber bereits absehbar und so hatte ich vor Baubeginn eine "kleine Bestandsaufnahme", sprich ein paar Bilder und Videos gemacht. Das war am 12. bzw. 20 September 2012 (Videos sind auch in HD/Full HD direkt bei youtube): 



Bereits vor dem Winter 2012/2013 wurde mit den Baumaßnahmen (Rodungen, Zuwege ausbauen etc.) begonnen.

Ein paar Bilder die während der Baumaßnahmen entstanden sind (Bereich Kandrich):
















Video - Wiesen am Hirtenborn bei Oberdiebach/Manubach, Blick auf Kandrich (12. August 2013):



Video des Kranbetreibers:



Gleicher Kran (?) an an einer anderen Baustelle im Hunsrück:


Nun, ziemlich genau 1 Jahr später (12. Sept. 2013) sieht es denn aktuell so aus:



Video - Wiesen am Hirtenborn bei Oberdiebach/Manubach, Blick auf Kandrich und Hochsteinchen:


Am rechten Rand sieht man auch die Anlagen des Windpark Ellern am Hochsteinchen (mit den größeren Enercon E-126) sowie im Hintergrund die Anlagen bei Dörrebach, in Verlängerung der Trasse sieht man ein Teil des Rotors einer der 5 WEA die bei Waldalgesheim steht (auch dort ist ein weiterer Zubau geplant).

Die Wege sind zu einem Teil entsprechend wieder hergerichtet (es werden aber auch noch weitere Kabel an anderen Stellen verlegt):
 


Das Umspannwerk Kandrich (nicht zu verwechseln mit dem nahegelegenen Umspannwerk Oberheimbach):


Weitere Baustellen am Kandrich:

Während am Windpark Ellern am Hochsteinchen die Arbeiten beendet sind und keine weiteren Anlagen u.A. wg. Fledermäusen geplant seien, (Link: Rechtsstreit mit Firma Juwi außergerichtlich beigelegt), wird am Kandrich weiterhin gebaut. Aktuell Erdarbeiten, Wegebau, Kabel, Fundamente etc. für 6 Anlagen (siehe Karte unten), mehr Anlagen sind aber wohl in Planung. In sofern ist dieser Blog eine Art "Zwischenstand" und wird zu einem späteren Zeitpunkt nochmal ergänzt, auch mit Bildern und Videos vom Hochsteinchen.

(Zum vergrößern auf Bild  klicken) - Link zur aktuellen OSM Karte
Baustelle zwischen Ohligsberg und Kandrich

Baustelle am Ohligberg. 5 Stck. WEA Waldalgesheim im Hintergrund

Windkraftanlagen im Hunsrück:

Da dieser Beitrag auch "Windkraftanlagen im Hunsrück" heißt dazu noch etwas. Wirft man einen Blick vom Binger Wald, genauer unterhalb Salzkopf, in Richtung Hunsrück sieht die Energiewende im Hunsrück so aus:
Windkraftanlagen im Hunsrück, Blick von unterhalb Salzkopf - 11. August 2013
Natürlich hat man von dieser Stelle einen recht weiten Bereich im Blick (Die "Bergreihe" im Hintergrund/ am Horizont) ist die Eifel, aber dennoch entspricht das so natürlich dem Ausblick vor Ort (Mitte August 2013). Den "Ausblick" weiter nach links in den Hunsrück setzt sich entsprechend fort. Zu der Trasse (380kV, 110kV, 110kv Bahnstrom (?)) im Vordergrund wird sich vermutlich eine weitere Leitung (Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ)) einfinden in den nächsten Jahren wie man den Veröffentlichungen in Sachen Netzbau nach vermuten kann. Ob das in der Form passiert als das die Leitungen auf bestehenden Mastsystemen integriert werden bleibt abzuwarten.

"...die in der Nordsee durch Windenergieanlagen erzeugten Strommengen im Zusammenhang mit Vorhaben Nr. 1 in den Süden Deutschlands transportiert werden. Neben dem Abtransport von Offshore-Windenergie besteht auch der Bedarf zum Abtransport der verstärkt eingespeisten Onshore-Windenergie."

Quellen:

http://www.netzentwicklungsplan.de/content/netzentwicklungsplan-2013-zweiter-entwurf
http://www.netzausbau.de
http://www.netzausbau.de/cln_1931/DE/Vorhaben/BBPlG-Vorhaben/BBPlG-Vorhaben-node.htm


Franzosenkopf, Welterbe Oberes Mittelrheintal :


Man kann denke ich auch pauschal festhalten das die Baustellen und Planungen weiter in Richtung Rhein "wandern", entsprechend des zwischenzeitlich veröffentlichten Windatlas auch nicht ganz soo verwunderlich.
http://www.windatlas.rlp.de/windatlas/

Wobei die entsprechende Kritik daran nicht fehlt:

http://www.windkraftfreier-soonwald.de/das-bündnis/bündnisaktivitäten/


Blick vom Franzosenkopf ins Mittelrheintal (auf u.A. Lorch)

Blick auf den Franzosenkopf vom Rheinsteig bei Lorch

Es war auch bereits zu lesen das die Gemeinden Niederheimbach, Oberheimbach und Trechtingshausen einen Pachtvertrag zur Errichtung und zum Betrieb eines Windparks auf dem Franzosenkopf mit der Firma JuWi abgeschlossen haben. Abweichend zu den durch die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe beschlossenen Vorranggebieten und Eignungsgebieten im Regionalplan Rheinhessen-Nahe, Teilplan Windenergienutzung.

Quellen:
http://niederheimbach.welterbe-mittelrhein.de/aktuelles/news-detailansicht/datum/2012/10/03/windpark-auf-dem-franzosenkopf/

http://www.pg-rheinhessen-nahe.de/Karte_zum_TPWE_A0_300_dpi_Druck.pdf

http://www.pg-rheinhessen-nahe.de/TPWE_genehmigt_02_07_12_Druck_neu.pdf 

Also im  "Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal", dessen Fläche wie oft vermutet nicht nur die unmittelbaren Hänge links und rechts des Rheins umfaßt, siehe Karte des Welterbegebiets. Man darf gespannt sein wie die "Sichtachsenstudie zu Windkraft im Welterbe Oberes Mittelrheintal" ausgeht....


Das Thema Windkraft gewinnt im Hunsrück (und andernorts) jedenfalls auf verschiedene Art und Weise aktuell an Fahrt:

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/hunsrueck_artikel,-Windkraft-im-Hunsrueck-Gegner-protestieren-Freunde-feiern-_arid,1038247.html 

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Weitere Updates siehe Zusammenfassung hier: LINK.