Mittwoch, 4. August 2010

"Wegweisung und Markierung abgeschlossen - RheinBurgenWeg"

So lautet die letzte Meldung hier: "Offizieller RheinBurgenWeg – Blog" - LINK. Wo der Weg verläuft kann man sich hier ansehen: LINK

Da ich Abschnitte des "RheinBurgenWeg" öfters mit dem MTB fahre (das erste mal wohl vor ca. 16 Jahren) kann ich bestätigen das sich dort auch mit dem MTB Spaß haben lässt - wenn man Mittelgebirge mag und nicht einen allzu hohen Trailanteil erwartet. Und das ist auch zum größten Teil absolut "legal" ohne das man sich gleich "schuldig" fühlen muss wenn man die ersten Zeilen dieses Textes liest: LINK. ("Biken und Reiten sind am RheinBurgenWeg verboten"). Die Wege und Pfade, von ein paar Ausnahmen abgesehen, gibt es nämlich schon sehr viel länger als dort Schilder hängen. Im Wikipedia Artikel finden sich dazu auch noch ein paar Informationen: LINK

Als Mountainbiker würde und werde ich mich daher nicht abschrecken lassen Teile des Weges zu benutzen. Die Wirte freuen sich mit Sicherheit auch über einkehrende Mountainbiker. Alles andere würde mich sehr wundern. Zustände wie sie hier herrschen sind mir nämlich aus dem Rheintal noch nie zu Ohren gekommen.


(Bild von 2009)

Montag, 26. Juli 2010

Die Forstautobahn ( im Soonwald )

Unter Mountainbikern ein fester Begriff. Was zeichnet die Forstautobahn aus?

Der Oberbau bzw. die Deckschicht ist Qualität AG (ArschGlatt) geschottert. Es geht fast Schnurrgerade durch den Forst. Jeder Fahrstreifen bzw. Fahrtrichtung ist 'baulich getrennt' durch einen Grünstreifen:



Natürlich kündigt zum einen die Geschwindigkeitsbeschränkung, in diesem Fall bescheidene 200 km/h (Holy Moses!), sowie ein entsprechendes Zusatzschild darunter den Beginn der Forstautobahn an:



Sollte mal eine Baustelle notwendig sein wird umgehend durch den zuständigen Betreiber eine Umleitung ausgeschildert. Hier ein Teil des Soonwaldsteig, wie man an dem Logo erkennen kann. Man beachte die blauen Spitzen der Schilder die diesen Abschnitt als 'Forstautobahn' kennzeichnen:



Merke: Mountainbiken fängt erst dort an wo die Forstautobahn aufhört!

Freitag, 16. Juli 2010

Krokodile und Enten im Kreis Bad Kreuznach

Mit den heißen Tagen des Sommers nehmen die 'Krokodilzwischenfälle' in Deutschland naturgemäß (?) extrem zu. Zumindest bestätigen mir das auch wieder die zahlreichen Newsmeldungen die über den 'Ticker' jagen.



Grund genug dieser Erscheinung selbst auf den Grund zu gehen. Da das auf den Grund gehen mit dem Rad schneller geht als Zu Fuß... wurde nochmal der Radsatz mit dem Michelin montiert. Gerüchteweise soll der Ausgangspunkt all dieser Vorkommnisse im Hunsrück liegen - unmittelbar vor der eigenen Haustür!

Auf dem Weg zum vermuteten Ausgangspunkt komme ich an der Opelwiese vorbei. Aber kein Opel weit und breit. Wobei die Weitsicht im Tal auch durch einen Berg stark eingeschränkt war. Also gut möglich das sich doch irgendwo einer versteckt. Den Parkplatz zu finden war auch wider erwarten kein Problem, denn gewandert ist er keinen Millimeter seit ich das letzte mal dort war.



Kurze Zeit später komme ich an einer Gaststätte vorbei. "Schinderhannesküche" lese ich da. Hmmm (?), wenn ich so darüber nachdenke was der Schinderhannes zu Lebzeiten so alles getrieben hat.... Ich habe keinen Hunger. ;) Gut besucht war die Gaststätte aber!



Ein letzter Weitblick hinunter auf den vermuteten Ausgangspunkt:



Ein paar Meter weiter herabgerollt bin ich dann auch schon da. Freundlicherweise haben andere schon diesen Ort ganz eindeutig markiert. Krokodile kann ich trotz intensiver Suche nicht finden. Offenbar alle unterwegs.



Auf dem Weg von Sommerloch in Richtung Mandel komme ich in St.Katharinen an einer Gaststätte mit interessantem Namen vorbei (siehe Bild). Wer hätte diesen Namen in St.Katharinen erwartet ?



Ob Mandel was mit Mandeln zu tun hat ? Keine Ahnung. Mit Wein auf jeden Fall.



Auf dem Weg nachhause grüße ich nochmal den herrüberwinkenden Bib, das Michelinmännchen aus Bad Kreuznach, dem ich meine Reifen zu verdanken habe (auch wenn sie nicht in Bad Kreuznach hergestellt werden).



Fazit der Tour. Bei mancher Newsmeldung sollte man mal genauer hinschauen ob es sich nicht doch um eine Ente handelt - so wie ich das sehe handelt es sich hier aber eindeutig um Graugänse.



P.S. Die Strecke auf GPSies zum nachfahren: LINK

Freitag, 2. Juli 2010

Michelin Wildrun`R 1.4 (35-559)

Eigentlich waren die Michelin Wildrun`R 1.4 für Tal Total 2010 bestellt, aber leider wurden sie nicht rechtzeitig geliefert. Zwischenzeitlich sind sie aber doch eingetroffen.



Nubuk Bikes war deutlich schneller was den Felgensatz mit Rigida Taurus 2000 mit Shimano Deore 525 Disc Naben betrifft. Bereits der zweite Radsatz dieser Art den ich von Nubuk habe und der für den Wildrun`R vorgesehen ist. Für 69 EUR definitiv eine Empfehlung wert - Ja, der Satz kostet 69 EUR, nicht nur ein Rad. Auf leichtere, weniger stabile und dann auch noch teurer verzichte ich gerne.

Das eigentliche "Rennen" machte aber Christian Ringwald von Bikecorner 24 Per eMail Antworte er innerhalb von Minuten bzw. spätestens Stunden. Das Paket (mit neuen Bremsscheiben) war in kürzester Zeit da. Einfach super. Ganz klar eine Empfehlung wert!

Aber wozu überhaupt einen "Slick" auf einem MTB ? Wieso den Michelin ?

Naja, es soll Menschen geben die sich ein MTB kaufen und ein Rennrad. Und es soll Menschen geben die sich ein Crossrad kaufen und dann (Angst-)Schweissperlen bei dem Gedanken an einen Trail bekommen und ihn deswegen meiden wie der Teufel das Weihwasser.... Ich wechsel einfach auf den Slick-Radsatz und habe trotzdem noch das MTB fürs Gelände wenn ich wieder den Radsatz mit dem Conti Raceking montiere. Als Zweitrad ein Rennrad kaufen ist für mich einfach Unsinn. Ich gehe davon aus das ich sowieso 90% der Zeit mit dem MTB verbringe. Dennoch möchte ich ab und an mal wie z.B. an Tal Total etwas Asphalt Strecke fahren ohne dabei den 'Stollenreifen' runter zu radieren. Auch wenn der Raceking auf Asphalt gut rollt, ein "Slick" rollt doch noch eine Ecke besser und angenehmer. Die Zeit beim Canyon Stoppomat schreit auch nach einer Verbesserung. Mal sehen was der Reifen so ausmacht - ich werde berichten. Weil ich nicht jedes mal umständlich die Reifen und Schläuche ummontieren möchte wenn ich mal ein wenig Straße fahren will ist ein zweiter Radsatz einfach angebracht.

Der Michelin wurde es weil es definitiv kein Schwalbe mehr wird nach solchen Aktionen: (LINK) Den Continental Sport Contact mit 1.3" (32mm) Breite hatte ich auch in der näheren Auswahl neben dem Michelin. Den Continental Grand Prix mit etwas schmaleren 28mm habe ich auch erwogen, aber dieser kostet mit bis zu 30 EUR nahezu das 3-fache des Michelin Wildrun 1.4 (35mm). Den habe ich letzlich für 11 EUR das Stück bekommen. Also warum nicht mal was 'neues' mit dem Michelin ausprobieren ?

Es gibt zwar auch Slick um 1" und schmaler für die 26"/559mm Felgen die dann superleicht sind und vermutlich (u.A. wg. des möglichen höheren Drucks) noch besser Rollen, aber auf dem MTB außer für reine Strassen- Trainingsfahrten und- Rennen vermutlich nicht so ganz zu gebrauchen sind, da zu empfindlich. Der ein oder andere Absatz auf Radwegen oder Schotterweg wird immer dabei sein. Mal davon abgesehen das Reifen in der Breite dann auch wirklich arg seltsam wirken bei den dicken Rahmenrohren des Canyon MTB.



Mein Eindruck nach den ersten Testfahrten über Asphalt und Schotterwege ist positiv. Trotz der kürzeren Übersetzung, der Reifenumfang ist kleiner als bei den sonst üblichen MTB Reifen, kann man deutlich längere Gänge fahren. In der Ebene ist die 44-11 Übersetzung noch gerade ausreichend. Geht es leicht bergab braucht es schon etwas erhöhte Kadenz, aber da kann man es auch einfach rollen lassen. Passt also. Deutlicher bemerkbar macht sich jetzt der Luftwiderstand u.A. der weiteren Klamotten und Sitzposition.
Ich will ja nicht direkt von Rennradfeeling sprechen, aber der Rollwiderstand ist einfach besser als beim Raceking und vor allem rollt er auf Asphalt sehr leise ab. Wie es um Verschleiß und Pannenschutz bestellt ist weiß ich noch nicht, aber da erwarte ich keine bösen Überraschungen.

Ich denke der Wildrun`R 1.4 ist ein guter Kompromiss aus Leichtlauf, Gewicht, Verschleiß und Pannensicherheit mit noch genug Volumen für ein paar Schotterwege und Bordsteine. Der nahezu perfekte 26" Strassenreifen für den schmalen Geldbeutel.



Montag, 28. Juni 2010

Pedal Wellgo MG-1

Die von Canyon montierten Bärentatzen haben zwischenzeitlich ordentlich Lagerspiel bekommen, so sehr das man immer etwas 'locker' auf dem Pedal gestanden hat und das Spiel bei jeder Kurbelumdrehung spüren konnte. Nervig, es musste also so langsam mal Ersatz herbei.


Dieser Zettel lag den Wellgo MG-1 bei (!?)

Schnell musste ich feststellen, das der Satz "Qual der Wahl" insbesondere auf Pedale zutrifft. Die Auswahl ist schon recht groß. Einschränken konnte ich die Auswahl aber schonmal indem ich Klickpedale ausgeschlossen habe. Ich habe den verdacht das sowas mal bei mir für kaputte Knie sorgen würde aufgrund der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit (Oder soll ich Freiheitsgrad schreiben damit es besser klingt? ;)). Da ein Freund bei seinem Crossrad gute Erfahrungen mit Platform Pedalen gemacht hat, habe ich mich in dem Bereich umgesehen. Natürlich auf www.mtb-news.de und in diversen Shops.

Relativ schnell bin ich nach interessanten (preisgünstigen) Varianten von "NC17" Pedalen auch auf die "Wellgo MG-1" gestoßen. Mit 390 Gramm (für beide Pedale) in der Version mit Stahlachse leichter als die aktuellen Bärentatzen. Trotz des vergleichbar wuchtigen Anblicks sind Plattformpedale also nicht zwangsweise ultraschwere Bleiklumpen. Die Bärentatzen wogen zusammen 448 Gramm. Da ich keinen allzu hohen Wert auf das Gewicht lege habe ich mich gegen die teurere Version mit Titanachse entschieden. Diese würden zusammen sogar nur 299 gramm wiegen. Das wäre richtig leicht für so ein Pedal. Da beide Wellen (Titan/Stahl) auch gleich stark dimensioniert sind ist die Stahlvariante die stabilere. Das eigentliche Pedal ist bei beiden Varianten identisch - aus einer Magnesiumlegierung. Die Pins sind wechselbar. Optimaler wäre es noch wenn die Pins 'von hinten' in den Pedalkörper eingeschraubt wären, so das wenn sie mal abgebrochen sind einfacher gewechselt werden könnten. Hat das MG-1 aber nicht. Aber derart über Steine holpern werde ich wohl nicht.

Ausschlaggebend war letzten Endes auch der Preis, in deutschen Shops erhält man die Variante mit Stahlachse für rund 55 eur inkl. Versand. In Ebay UK habe ich einen Händler aus Taiwan gefunden der diese für 34 inkl. Versand anbot (anbietet). Das ist wirklich ein Schäppchen. Die Pedale werden auch in Taiwan/China hergestellt. Bezahlung erfolgte sicher per paypal. Das Päckchen (als Einschreiben verschickt) war schon nach 5 Tagen da. Das entspricht der üblichen Laufzeit für Pakete/Briefe die per Luftfracht aus Taiwan versendet werden.



Die Pedale gibt es in allen möglichen Farben. schwarz, silber, grau, weiss, rot, grün,... Ich habe mich für die graue (nicht die silberene!) Variante entschieden da die ganz gut zur SLX Kurbel/Schwaltwerk passen und wenn es denn wieder richtig Macken gibt vermutlich nicht ganz so verranzt ausschauen wie schwarze. Aber letzlich ist das Pedal auch nur ein Verschleissteil, wenn es 2-3 Jahre hält hat es sein soll erfüllt.

Das montieren ging schnell von der Hand. Alte Pedale losschrauben. Neue dran schrauben fertig. Dabei Linksgewinde beim linken Pedal beachten. ;)

Der Fahreindruck ist super. Durch die große Auflagefläche und die relativ geringe Höhe (20mm) steht man sicherer als auf den Bärentatzen. Angenehm aufgefallen ist mir auch das das Pedal keine 'Asymmetrie' hat, sprich beide Seiten sind gleich. Bei meinen Bärentatzen war das immer wieder Anlass sich drüber aufzuregen da sich das Pedal immer wieder so dreht wie es gerade eben nicht passte.

Soweit bin ich also zufrieden mit dem Pedal. Bilder siehe unten.

Die Reflektoren habe ich abmontiert (sind nur gesteckt), das schaut einfach furchtbar aus. Montiere ich erst wieder für Nightrides - aber gut das die Möglichkeit vorhanden ist! Auf den Bildern ist auch noch der "Tal Total racing Ralph" und nicht der Conti RaceKing.



Mittwoch, 23. Juni 2010

Schieben ist wieder erlaubt

"Haben die noch alle Tassen im Schrank?" Das dachte auch ich mir als ich vor dem Tor (Link zur Openstreetmap) des "Park am Mäuseturm" mit meinem Rad stand. Dort wurde mir doch tatsächlich auf einem Schild mitgeteilt ich dürfe nicht durch den Park mit dem Rad fahren UND es wurde mir auch untersagt es dort hindurch zu schieben (!?). Nun scheint zumindest letzteres wieder "offiziell" erlaubt (Link Allgemeine Zeitung) zu sein. Interessant finde ich in dem Artikel auch den Satz "Bingen würde als Touristenstadt gern noch mehr Radfahrer locken." Denkt man dabei auch an die MTB-Fahrer wenn man für 290000 Euro* ein paar wenige hundert Meter asphaltierten Radweg parallel zu einem vorhandenen Schotterweg neu anlegt (im Bereich des Hafen - Karte)?

Update 24.06.2010:

Die Schilder am Park wurden schon auf den aktuellen Stand gebracht (siehe Photo). Ein 'edding' machts möglich - sehr pragmatisch. Interessant ist auch eine andere Erkenntnis: Wenn die Deutsche Fußball Mannschaft bei der WM spielt, bricht zeitgleich die Dunkelheit mit dem Anpiff um 20:30 Uhr herrein. Oder ist der Umkehrschluss aus der Begebenheit das zu diesem Zeitpunkt die Tore des Parks verschlossen wurden falsch? Nochmal das Photo (und das Schild) betrachten.... stockdunkel wars, ich konnte die Hand kaum vor Augen sehen! Achso, was ist eigentlich ein "Sportfahrrad"?



* Link = Nachtrag 30.06.2010

Update 14.11.2010

Das Thema scheint offenbar noch nicht durch zu sein wie man nun hier auf der Website der AZ lesen kan :

" [...] Dieter Schorsch hat sich als früherer Polizist ausführlich mit der Radlerfrage im Hafenpark und in der Hindenburganlage auseinandergesetzt und fordert hier im kommenden Frühjahr konzertierte Aktionen zwischen Stadt und Polizei entlang des Kulturufers, um Verstöße direkt zu ahnden und um den im Parkbereich ausdrücklich verbotenen Radfahrverkehr zu beruhigen. Ein Schritt, der OB Birgit Collin-Langen zu weit geht. Sie will die Radler erst einmal aufklären und Hinweise auf Alternativwege geben. [...] "

Da bin ich gespannt darauf, also wann das erste SEK in der Radfahrer freundlichen Stadt Bingen (?) mit "konzentrierten Aktionen" gegen die Radfahrer vorgeht, oder auch nicht(?).