Donnerstag, 14. April 2011

OpenStreetMap - Lizenzwechsel, von CC-BY-SA zur ODbL - Phase 3 ab 17.04.2011

In Sachen Lizenzwechsel geht es bei OpenStreetMap einen Schritt weiter. Anlass für einen weiteren Beitrag. Vorausgegangen waren meine Beiträge zu Phase 2 und zu Phase 3 bzw. 4. Nochmal zur Erinnerung, aktuell befinden wir uns noch in Phase 2 (Freiwillige Zustimmung zur ODBL möglich). Nachdem zunächst unklar war ob denn nun mit Phase 3 oder 4  zum 31.03.2011 gestartet werden sollte klärte sich das in den letzten Wochen (Monaten). Beginn von Phase 3 ist nun leicht verspätet kommenden Sonntag den 17.04.2011 (Quelle1, Quelle2)

Phase 3 bedeutet das man sich nun entscheiden muss wenn man weiter mappen will / zu den OSM Daten per Editor beitragen möchte. Ablehnung war wie gesagt bisher nicht möglich. In Phase 3 kann nun auch abgelehnt werden. Es kann aber trotz Ablehnung noch weiter gemappt werden. Erst ab Phase 4 kann nur dann noch weiter gemappt werden wenn man zugestimmt hat.

Es findet sich auch bereits eine Liste mit den Usern die der ODBL nicht zustimmen: LINK.
vergleichbar der Liste mit Usern die bereits zugestimmt haben: LINK

Im Forum gibt es zur Phase 3 auch schon einen Beitrag: LINK. Empfehlen kann ich die dort von Frederik verlinkte PDF: "Wenn's mal etwas länger dauert: Der Lizenzwechsel bei OpenStreetMap" oder als Video seines Beitrags im Rahmen der FOSSGIS 2011  mit weiteren Ausführungen: LINK. Um einen Überblick über die aktuelle und künftige Situation zu bekommen ideal. Danke Frederik!

Ich bin gespannt welchen Effekt Phase 3 nun verglichen mit Phase 2 wirklich haben wird. So richtig 'spannend' wird es meiner Meinung nach erst ab Phase 4.

Sonntag, 6. Februar 2011

Hängebrücke im Binger Wald verbindet... ?

Brücken verbinden. Ein immer wieder gern gewählter Satz. Ob diese Verbindung sinnvoll ist oder nicht lässt er offen. Eine (1) "Rheintalbrücke" halte ich z.B. für nicht so sinnvoll wie eine entsprechende Förderung (z.B. 24h Betrieb) der vorhandenen Fähren (>1) am Mittelrheintal. Die Rheintalbrücke war allerdings nicht Anlass für diesen Beitrag, sondern die bereits im Titel genannte Hängebrücke im Binger Wald deren Photo ich beim durchschauen der Photos aus dem letzten Jahr nochmal 'entdeckt' habe. Das erklärt auch das satte grün an den Bäumen von dem man im Moment ja eher träumen kann. Aber ist sie nun sinnvoll? Aus dem Photo klar ersichtlich stellt die 40m lange Brücke erstmal eine enorme Erleichterung bei der Querung des Tals (der "Kreuzbachklamm") da:

Die Hängebrücke über die Kreuzbach im Binger Wald

Beeindruckend auf alle Fälle, aber wieso sollte man das Tal an der Stelle überhaupt überqueren wollen? Nun, sie ist auf dem Weg von Kirn nach Bingen über einen kleinen Umweg am Forsthaus Heiligkreuz vorbei in den Soonwaldsteig eingebunden und sie "verbindet" den Walderlebnispfad Binger Wald mit dem "Forstbotanischen Garten":

© OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA  / LINK zur OSM mit diesem Ausschnitt

Was die Karte aber nicht zeigt ist das man die Brücke nicht unbedingt zum queren bräuchte da es nur wenige Meter weiter oben (Richtung Reste einer Villa Rustica) einen alten, relativ breiten Weg gibt, bzw. gab. Diesen hätte man, entsprechend ertüchtigt, nutzen können. Das wäre zugegebenermaßen natürlich nicht so 'spektakulär' wie die Hängebrücke, aber genutzt wird sie (deswegen ;) ) ja nun auch.

Freitag, 21. Januar 2011

Macht der kleine Androide den Stoppomaten überflüssig? - Softrace

Bildquelle Google
Ich hatte ja bereits zwei mal zum Canyon Stoppomaten gebloggt. (hier & hier). Wobei ich gerade eben feststelle das ich ein paar Plätze nach hinten durchgereicht wurde seit meiner letzten Fahrt. Also Zeit im Frühjahr wieder eine Attacke zu starten (und bis dahin dafür zu trainieren)! Wie ich 'jetzt' darauf komme? Ganz einfach, neulich habe ich mich im Zusammenhang mit dem Stoppomaten mit dem Thema 'virtueller Trainingspartner' und den Möglichkeiten in Android mal auseinandergesetzt (und das sage ich als Tachoverweigerer :D). Dabei bin ich dann unter anderem auf die kostenlose App SOFTRACE gestoßen und war doch relativ schnell begeistert. Kurz zusammengefasst geht es bei der App (im Challenge Modus) darum das man eine Strecke durch (mindestens) Start und Ziel definiert mit jeweils einem Punkt den man auf die Karte setzt. Zusätzlich kann man je nach Länge noch unterschiedlich viele zusätzliche "Checkpoints" ergänzen. Also so wie die GPS Checkpoints bei der Rallye Dakar die extremes Abkürzen verhindern bzw. erschweren. Das soll ja bei MTB-Marathons hin und wieder passieren, ob unabsichtlich oder gar absichtlich - da es dort keine Checkpoints gibt (ausser evtl. bei professionellen Rennen) auch wenig verwunderlich. Klar, für viele verhält sich das wie mit dem Winterpokal > Wer sich selbst besch*ssen will dem ist halt nicht mehr zu helfen!

Soweit so gut, richtig interessant wird es dann bei dem Punkt das man die definierte Strecke und seine Zeiten ins Netz hochladen und gegen andere Softrace User antreten kann. Sprich es gibt Bestenlisten - womit man dann vom virtuellen 'Traingspartner' zum 'virtuellen Gegner' kommt.

Irgendwie musste ich nun gedanklich direkt vergleiche zu MTB Marathons ziehen und zum Canyon Stoppomaten. O.K. Als Marathonersatz taugt es wie ich finde eher nicht. Denn da geht es ja auch darum in der Masse zum gleichen Tag unter gleichen Bedingungen gegeneinander anzutreten mit allem was die spannende Startphase, ggf. Windschattenspiele usw., eben das gleichzeitige fahren auf der Strecke ausmacht. Aber ein paar Checkpoints oder GPS Live Tracking der Spitzenreiter wäre doch sicher mal was mit dem man sich als Organisator oder Teilnehmer (proaktiv) so beschäftigen könnte... (?)

Hat es das Zeug den Stoppomaten zu ersetzen ?

Hmm, es hat definitiv das Potential zu viiiiel mehr Strecken weil keine Stoppomaten aufgestellt werden müssen was natürlich jedes mal mit Kosten (für die Stoppomatenhäuschen) und auch zum Teil mit einem langwierigen Genehmigungsverfahren verbunden ist. Zitat aus dem Canyon Blog:

"Schon 2009 haben wir den Stoppomat für einen Tag aufgestellt, hatten da aber nur eine Genehmigung für einen Tag und so stand er im Anschluss an das erfolgreiche Event in unserem Lager. Wir haben lange gekämpft, nachgehakt und mit den Behörden gesprochen, bis wir jetzt die endgültige Genehmigung erhalten haben und damit sicherstellen konnten, dass der Canyon Stoppomat im Aspelbachtal auf unbestimmte Zeit stehen bleibt." Quelle

Mit Softrace würde dieser 'Verwaltungsakt' und die Anschaffung irgendwelcher Häuschen mit den Stoppomaten darin komplett entfallen!

Thema Zeitmessung. Am Stoppomaten zieht man ja beim Start das Kärtchen, stempelt es ab und oben genauso. Denkbar einfach. Bei Softrace ist die Zeitmessung auch denkbar einfach, sie wird automatisch gestartet wenn man am Startpunkt ist und automatisch gestoppt wenn man am Zielpunkt ist. GPS sei dank. Wenn man möchte auch manuell per Tastendruck am smartphone wenn man entsprechend an der passenden Position ist.

Die Zeiten sind in Echtzeit im Netz. Beim Stoppomaten muss erst jemand vorbeifahren, die Karten abtippen und ins Netz stellen. Tippfehler (zu meinen ungunsten) inklusive.... wie ich schon erfahren durfte. *lach* Wurde aber nach Hinweis super schnell korrigiert. :)

Die Zeitmessung selbst ist hingegen je nach Örtlichkeit nicht ganz so exakt wie an einem Stoppomat (der jeweils eine Funkuhr hat), da es immer kleine Abweichungen bei der GPS Position hat. Aber ich würde die (Wiederhol-)Genauigkeit in Softrace je nach Strecke dennoch auf 1-2, in selten Fällen vielleicht 3 Sekunden schätzen. Beim Stoppomaten wird die Zeit mitgestoppt die man braucht um das Kärtchen in und aus dem Trikot und in den Automaten zu fummeln während man sich mit wimmernden Reifen ans Zielhäuschen ranbremst.... ;) Bei Softrace entfällt das. Natürlich sind die Bedingungen für jeden gleich an einem Stoppomaten und daher gewissermaßen 'wurscht'. Aber mal im ernst, je länger die Strecke ist desto unwichtiger wird diese minimale Abweichung sowieso. Bei einer ca.25min Strecke wie der Stoppomatstrecke im Aspelbachtal kommt es wohl den wenigsten auf die letzte Sekunde an. Auch klar, bei einem Downhill-Rennen bei dem es um die 'Wurst' geht über wenige Minuten wäre es zu ungenau. Aber Softarce kann dennoch ein gewissen Vergleich ermöglichen wenn man das berücksichtigt!

Hat es also Potential den Stoppomaten zu ersetzen? Jein. Man muss halt auch ein passendes Handy (Android) haben um bei Softrace mitmachen zu können, am Stoppomaten kann hingegen jeder starten ohne das es weiteres Gerödel braucht. Aber so oder so ist Softrace eine super interessante Alternative. Ich werde auf jeden Fall noch die ein oder andere 'Challenge' starten und bin mal gespannt ob und wann weitere 'Gegner' auftauchen.

EDIT 14.03.2011: Die Abfahrt der Strecke in Stromberg ist mittlerweile auch in Softrace. ;)

Video zu Softrace:

Freitag, 14. Januar 2011

Franzosenkopf bei Niederheimbach - Downhill (?)

... immer wieder Klasse die Aussicht die man von dort oben hat (Blick in Richtung Bacharach / Lorch etwas unterhalb vom 'Gipfel' (618m) von heute Nachmittag). Die Abfahrt über die Forstwege ist allerdings recht langweilig. Aber evtl. ändert sich das in Zukunft. Vor kurzem war in der AZ (Allgemeinen Zeitung) zu lesen das dort eine Downhill-Strecke entstehen soll. (LINK):

"MOUNTAINBIKING Niederheimbach liebäugelt mit Strecke durch Wald / Plus für Gastronomie und Einzelhandel

Auch wenn derzeit Schnee und Bodenfrost nur bei eingefleischten Freaks den Gedanken ans Fahrradfahren aufkommen lassen, steht das Thema Mountainbike (MTB) derzeit in Niederheimbach hoch im Kurs. Der Grund: Thomas Kleinjohann, Vorsitzender des Verbands Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB), sieht hier großes Potential für eine Permanent-Mountainbikestrecke, also eine Geländestrecke, auf der versierte Fahrradfahrer ungestört ihrem Hobby nachgehen können.

„Die Region verschenkt enormes Potenzial, wenn sie der großen Zielgruppe Mountainbiker nichts bietet“, [...] "




Von dem im Artikel erwähnten Schnee ist zwischenzeitlich nichts mehr zu sehen - ausser dem Hochwasser des Rheins. Der 'Gipfel' des Franzosenkopf schaut irgendwie unspektakulär aus verglichen mit der bombastischen Aussicht in die andere Richtung (ins Rheintal), oder ? :




Bei genauerem hinsehen entdeckt man dann aber etwas mehr (siehe Bild unten). Die Überreste des Yeti die nach der Schneeschmelze gefunden wurden... !? Oder die eines "eingefleischten Mountainbikers" der bei Schnee... !? ;) Die neue Variante des Steinmännchen !? ( die alte Variante hat es dort natürlich auch noch) Rituelle Opferstelle!? Welche Rolle spielt der Pilz ? :D




Achso,unten sieht man noch ein paar Bilder wenns Schnee hat (Bilder vom Winter 09/10), der aktuelle hatte bisher auch nicht weniger! Mal sehen was noch so kommt in den nächsten Wochen.



Samstag, 1. Januar 2011

Facebook Connect im Opera Browser blockieren

Auf vielen Seiten im Web hat es die "Facebook Connect" oder "gefällt mir" Buttons. Wer nicht möchte das dies von der Facebook Seite geladen wird ("Bewegungsprofil") kann das im Opera Browser (Version 11) wie folgt manuell blockieren:

Extras > Weiteres > Blockierter Inhalt

Dort folgendes eintragen:

*://*.fbcdn.*/*
*://*.facebook.*/*

Tipp für Firefox User mit AdBlock: Link

// Diesen Eintrag habe ich auch hier angefügt

Freitag, 17. Dezember 2010

OpenStreetMap - Lizenzwechsel, von CC-BY-SA zur ODbL - Phase 4 ab 31.03.2011

Ich zitiere Frederik Ramm:

--
Hallo,

vergangenes Wochenende hat sich der OSMF-Vorstand erstmalig in
Person getroffen.[*] Das Protokoll des Wochenendes liegt hier vor:
https://docs.google.com/View?id=d38xqz5_6fj2bcdcm

Es wurde beschlossen, dass spaetestens am 31.3.2011 mit der "Phase 4"
des Lizenzwechsels begonnen werden soll, d.h. ab dann darf jemand, der
den "Contributor Terms" nicht zugestimmt hat, keine Aenderungen mehr in
OSM vornehmen.

Dem aufmerksamen Betrachter ist vermutlich nicht entgangen, dass wir uns
derzeit noch in "Phase 2" befinden, der freiwilligen Zustimmungsphase.
Fuer "Phase 3" wurden keine Zeitvorgaben gemacht - diese Phase bedeutet,
dass alle Mapper angemailt werden und sich entscheiden *muessen*, ob sie
zustimmen wollen ("ja oder nein" - im Gegensatz zum jetzt schon
moeglichen "ja oder ich entscheide mich noch nicht").

Nur dass das da so steht, heisst natuerlich noch lang nicht, dass das
auch so passieren wird - die LWG muss erstmal schaun, ob sie dem Wunsch
entsprechen kann, und zur Frage von gemischt-bearbeiteten Objekte gibt
es auch noch keine Klarheit. Aber das ist zumindest mal der Plan.

Bye
Frederik

* Genau genommen nicht in Person, sondern in Pisa.
--
Quelle


Zuletzt hatte ich hier zu Phase 2 einen kurzen Kommentar geschrieben. Phase 2 läuft nun schon deutlich länger als im Implementation Plan ursprünglich mal vorgesehen - was natürlich Anlass für zahlreiche Diskussionen im Forum und der Mailingliste war. Nun ist also mit dem "31.03.2011" ein 'relativ' konkretes Datum für den Beginn von Phase 4 bekannt. Der Zeitpunkt die Lizenzwechselkuh vom Eis zu bekommen also wieder ein Stückchen näher. Nochmal der Original Wortlaut:

"The OSMF board mandates the LWG to enforce mandatory acceptance of the CT and ODBL in order to edit the database by March 31st."
Quelle

Die Frage die sich mir (und auch Frederik) nun stellt ist aber: Was ist mit Phase 3? Also der Zeitpunkt ab dem die API Bearbeitungen nur dann noch zulässt, wenn die Nutzer der neuen Lizenz zugestimmt oder sie abgelehnt haben. Zur Erklärung: Der entscheidende Unterschied von Phase 4 zu Phase 3 ist folgender: In Phase 3 kann auch trotz Ablehnung noch weiter gemappt werden. Ab Phase 4 kann nur dann noch weiter gemappt werden wenn man zugestimmt hat.